5 Gründe, warum wir freitags nicht mehr für Kunden arbeiten

August 23, 2020
Gastbeitrag von
Daniel Aigner

In den letzten Jahren wurde Disruption zum Standard. Die größte wirtschaftliche Krise seit dem 2. Weltkrieg trifft die Wirtschaft zusätzlich massiv. Dennoch gibt es schlanke Unternehmen die flexibel und anpassungsfähig neue Chancen ergreifen und Märkte erschließen. Wie? Mit mutigen neuen Ansätzen.

Daniel Aigner

Anfang Februar schrieb ich darüber, dass das Middle-Management aussterben wird, wir keinen Chef mehr haben und wir rund 20% unserer Arbeitszeit nicht mehr für Kundenprojekte aufwenden werden. Hier geht's zum Blog: Es gibt keinen Chef mehr.

Sechs Monate und eine Pandemie später sind die ersten Ergebnisse zu sehen. Zeit für einen kurzen Rückblick.

#1 Am Unternehmen arbeiten

Oft ist es so, dass Unternehmen irgendwann in ihrem Tagesgeschäft stecken bleiben. Sie arbeiten Jahr für Jahr für ähnliche Kunden und bilden das Unternehmen nicht fort, da es im Markt zu wenig Druck gibt. Dies artet dann oft so aus, dass ein disruptives StartUp ganze Branchen wachrüttelt (siehe Amazon und die Buchhandlungen). Um unser Unternehmen langfristig stabil aufzubauen, muss genau solchen Gefahren entgegengewirkt werden und das Geschäftsmodell mit all ihren Facetten stetig optimiert werden. Wobei wir hier nicht auf die Gefahren per se achten, sondern eher Chancen suchen und diese aktiv vorantreiben. Wie in unserem Blog mit den Covidfighters.

#2 Delegieren und automatisieren

Als Unternehmer macht man zu Beginn alles und das meist allein. Zum Glück sind wir zu viert gestartet. Dennoch ist das oberste Gebot: sich ständig wieder selbst zu ersetzen. Da man sonst keine Ressourcen für die nächsten Schritte zur Verfügung hat. Deshalb haben wir hier auch bewusst einen Raum geschaffen, um unsere internen Abläufe und Prozesse aktiv zu hinterfragen, ständig zu optimieren und im Idealfall zu automatisieren.

#3 Langfristig > Kurzfristig

Kurzfristig schafft man sicherlich nicht soviel Umsatz mit einer, mehr oder weniger, 4 Tage Woche. Allerdings haben wir durch unsere aktive Selbstoptimierung diese Tage schon wieder reingeholt. Allgemein ist zu sagen: Jede unternehmerische Entscheidung sollte für einen positiven langfristigen Effekt getroffen werden.

#4 Lösungsorientiertes Denken fördern

Unser Bankberater hat mir einmal erzählt, wie sein Chef mit Problemen der Mitarbeiter umging: "Sag mir nicht, was alles nicht geht, das weiß ich auch, sag mir bitte wie es gehen könnte."

Dieses Mindset ist meiner Meinung nach die Überlebensfrage für ein Unternehmen. Wenn die Mitarbeiter nicht mit im Boot sitzen und aktiv Lösungen von selbst vorantreiben, wird ein Unternehmen nicht lange bestehen können. Deshalb fördern wir auch hier aktiv lösungsorientiertes Denken für mögliche Herausforderungen in der Zukunft. Für solche Gedanken wäre ohne unseren Friyay keinesfalls Zeit und womöglich wäre auch kein Verständnis da. Dieser eine Tag hat unsere Unternehmenskultur maßgeblich zum bessere verändert.

#5 Offenheit für Neues

"Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen und wer seine Zukunft nicht aktiv steuert, steuert in eine ungewisse Zukunft."

Deshalb testen wir ständig neue Technologien, Tools und bilden uns aktiv in unseren Bereichen fort. Genau hier entstehen dann mögliche Ansätze und Mehrwerte für unsere Kunden zusätzlich zu unserem Kerngeschäft der Softwareentwicklung.

Abschließend kann ich nur sagen: der Friyay ist auf jeden Fall zu empfehlen. Probier es einfach aus. Allein schon die Zeit die für die Organisation von Meetings innerhalb des Unternehmens eingespart wird rechtfertigt einen abgekapselten Tag zum normalen Tagesgeschäft. So ist man an den "normalen" Arbeitstagen viel fokussierter im Kundenprojekt und am Friyay viel fokussierter für die Weiterbildung und Arbeit an den unternehmerischen Zielen.

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