Was zeichnet unsere Arbeitsweise aus?

June 28, 2020
Gastbeitrag von
Daniel Aigner

Wenn der innere Antrieb stimmig ist, ist man zu besserer Leistung fähig. Wenn die Leistung auch Wert stiftet wird sie entlohnt werden. Simpel, aber nicht einfach. Worauf wir hierbei achten? Lies weiter :)

Daniel Aigner

Wie anders wir arbeiten, bemerkt man erst, wenn man aus der Bubble rausgeht. Oder jemand reinkommt.

Diese Woche hatte ich ein cooles Gespräch mit unserer Steuerberaterin Regina Karner. "Daniel, woher hast du eigentlich die Vorlage für euren Finanzplan? Hast du das auf der FH gelernt? Oder wie kommt man auf so eine Auflistung?" Ich wusste nicht recht, was ich mit der Frage anfangen sollte, weil ich eigentlich dachte, dass das kein besonders guter Finanzplan ist. Im Grunde geht es hierbei ja auch nur um das Darstellen der Einnahmen, Ausgaben, Fixkosten, Gemeinkosten, Personalkosten, ... und um realistische Prognosen schaffen zu können.

Solche Momente habe ich immer wieder. Irgendwas machen wir anscheinend anders. Im Grunde machen wir immer das, wo wir glauben, dass es langfristig das richtige ist. Deshalb bin ich auch kein großer Fan von theoretischen Mustern. Sie sind mir eine zu große Begrenzung der Möglichkeiten und geben von vornherein die Grenzen vor. Wenn ich diese jedoch nicht kenne und mit der Praxis lebe, entstehen praktikablere und vor allem effizientere Lösungen.

Das Ziel muss es sein, dass sich Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt

Unter dieser Prämisse gründeten wir Deckweiss. Ich dachte mir, dass wir wohl die meiste Zeit unseres Lebens arbeiten werden. Diese Zeit soll Sinn stiften und geil sein. Sonst kann ich auch gleich wieder auf 9to5 switchen und im System mitschwimmen. Deshalb ist Geld auch nicht wirklich ein Motivationsfaktor, sondern die Kultur und Werte die wir erschaffen und das Bewusstsein, dass es mit jedem Schritt geiler wird.

Mir war bis zu meinem ersten Praktikum nicht bewusst, dass es Menschen gibt, die nicht gerne zur Arbeit gehen. Bei uns am Bauernhof hat man sich nie die Frage gestellt, ob man will, oder nicht. Es wird einfach gearbeitet, da man für sich selbst und seine persönlichen Ziele arbeitet. Genau so sollte man auch Unternehmen aufbauen. Wenn der innere Antrieb stimmig ist, ist man zu besserer Leistung fähig. Wenn die Leistung auch Wert stiftet wird sie entlohnt werden. Simpel, aber nicht einfach.

Unternehmenskultur > Money

Unsere Mitarbeiter bekommen kein überdurchschnittliches Gehalt. Wir Inhaber zahlen uns sogar weniger aus, als unsere Mitarbeiter verdienen. Obwohl wir uns mehr Geld herausnehmen könnten, sind wir darauf gepocht das Unternehmen voranzubringen, anstatt in Konsum oder andere Investitionen zu stecken.

Warum?

Weil für mich die Investition in das Unternehmen die ertragreichste Option in allen Belangen ist.

  • Mit jeder Stunde steigt der Unternehmenswert, wenn man es finanziell betrachten will.
  • Mit jedem Gespräch lerne ich mehr als in anderen Formen der Weiterbildung.
  • Mit jeder gemeisterten Herausforderung sind wir stabiler unterwegs.
  • Mit jedem abgeschlossenen Projekt haben wir mehr Wert geschaffen, als es in Geld kostet.

Allein diese Punkte und noch viele mehr sind es wert am Unternehmen zu arbeiten.

20% wird am Unternehmen gearbeitet

Jeden Freitag arbeitet das gesamte Team an den Unternehmenszielen und nicht in Projekten. Ansonsten setzen wir uns der Gefahr aus, im aktuellen Stadion des Unternehmens stecken zu bleiben.

Das wäre das gleiche, wie wenn ich nach der Schulausbildung aufhören würde zu lernen. Dann sterbe ich mit 80, mit einem Wissen von einem 18 Jährigen. Das mag sich vielleicht etwas brutal anhören, aber ich setze den Kontrast gerne groß, um die Auswirkungen sichtbarer zu machen.

Genau so muss sich das Unternehmen fortbilden. Sonst stehen wir irgendwann mit dem Rücken zur Wand.

Die größte Gefahr ist, dass wir zu Managern werden

Wenn wir es nicht schaffen, uns ständig und schnellstmöglich selbst wieder zu ersetzen, um am Unternehmen zu arbeiten, stehen die Chancen groß, dass wir im Tagesgeschäft versumpfen. Dann würden wir irgendwann nur mehr auf die Zahlen schauen und auch danach bewerten. Es würde irgendwann keinen Spaß mehr machen.

Was zeichnet unsere Arbeitsweise nun aus?

Die Menschen und das Mindset.

Jeder einzelne bringt seine Expertise aus unterschiedlichsten Bereichen mit ein. Bereits im Februar schrieb ich über unsere Hierarchie im Unternehmen: https://deckweiss.at/post/es-gibt-keinen-chef-mehr So gibt immer jeder sein bestes, was durch die Ergebnisse sichtbar wird. Wir sehen uns gegenseitig viel mehr als Mentoren, da jeder von jedem etwas lernen kann.

Der Weg ist noch lang. Ich freue mich auf den nächsten Schritt.

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