Wie kann ich sofort mit der Projektumsetzung starten?

July 19, 2020
Gastbeitrag von
Daniel Aigner

Wer kennt es nicht: man hat eine geile Idee und hätte am liebsten sofort die fertige Lösung. Von DER App Idee bis hin zum fertigen 30 Seiten Briefing inkl. Klickprototypen hatten wir schon alles dabei. Doch was braucht es wirklich, um mit der Entwicklung zu beginnen?

Daniel Aigner

Wenn man eine geile Idee hat, hätte man am liebsten auch gleich die fertige Lösung parat. So einfach ist es allerdings (zum Glück, sonst wärs ja fad) nicht ;)

Für mich als Business Consultant bei Deckweiss sind es drei wesentliche Dinge, um dein Projekt schnellstmöglich und bestmöglich umzusetzen:

  • Der Anwendungsfall ist schlüssig und sinnvoll
  • Deine Software stiftet genügend Nutzen, um sie auch wirtschaftlich betreiben zu können
  • Du kennst alle Anforderungen der Endnutzer, um die Softwareanforderungen festzulegen

Gibt es für deine Idee einen Anwendungsfall (Use Case)?

Ideen gibt es viele. Um diese auch zu erfolgreicher Software zu machen, ist gerade zu Beginn wichtig, welches Ziel man mit der Applikation verfolgt.

Im Grunde gibt es zwei Herangehensweisen:

  • Die Software ist für dich selber (persönlich oder im Unternehmen) —> du kennst die Endnutzer und deren Herausforderungen
  • Die Software ist für einen neuen Markt —> du kennst die Endnutzer nicht und glaubst die Herausforderungen dieser zu kennen

In beiden Fällen ist es wichtig, Kontakt mit den Endnutzern aufzunehmen und ihnen von deinen Ideen zu erzählen. Genau hier entwickelt sich im Gespräch das Konzept für die Software.

Business Case

Wenn du weißt, dass dein Konzept Anklang findet, ist der nächste Schritt die Wirtschaftlichkeit. Hierzu überlege dir, welchen Mehrwert die Applikation bietet und wie man das am besten bemessen kann.

In den meisten Fällen kommen wir zu diesem Zeitpunkt ins Spiel. Wir sagen dir, was deine Software mit deinen Überlegungen im groben Kosten wird und unterstützen dich dabei, eine wirtschaftliche Lösung anzustreben. Die Schwankungsbreite der Kosten ist zu Beginn allerdings noch sehr groß. Sie wird im Laufe der Vorprojektphase immer genauer und realistischer.

Allerdings kannst du dir schon zuvor über folgende Punkte Gedanken machen:

Unternehmensintern

  • Qualitätssteigerung: Wieviele Fehler werden in Zukunft durch die Automatisierung nicht mehr passieren und was bedeutet dies in Personalstunden?
  • Entscheidungshilfe: Zahlen, Daten und Fakten sind für Entscheidungsträger das wichtigste Werkzeug. Welchen Mehrwert bringen mir die gewonnenen neuen Informationen?
  • Kundenzufriedenheit: Wieviele Probleme und Erklärungen würde ich mir im Vertrieb und während der Projektumsetzung ersparen, wenn ich diese kluge Lösung im laufenden Betrieb hätte?
  • Zukunftsfähigkeit: Was bringt mir diese Weiterentwicklung als Unternehmen? Welchen Fortschritt bringt mir dieses Tool langfristig am Markt? Hier geht es vor allem auch darum, mit Förderungen gezielt das Unternehmen weiterzuentwickeln.
  • Effizienzsteigerung: Ist das Geschäftsmodell nicht zukunftsfit gewählt, schreien Unternehmen oft "Fachkräftemangel". Diese Herausforderung kann man gezielt mit Individualsoftware lösen. Hier geht es vor allem um die Effizienzsteigerung des Personals und um kluge kreative Lösungen. Wenn ich dieses Tool im Unternehmen hätte, wo kann ich dann meine Mitarbeiter noch besser einsetzen? Wo würden sie noch mehr Mehrwert liefern?
  • Produktivitätssteigerung: Wieviel Produkte kann ich mehr produzieren in gleicher Zeit?

Bei neuen Produkten für einen neuen Markt

  • Preismodell: Wieviele Nutzer brauchst du, um Break Even zu sein? Wie sieht das Preismodell dahinter aus? Was ist ein Benutzer bereit zu zahlen und über welchen Zeitraum?
  • Nutzer: Wie kommst du an die Nutzer? Wieviele Nutzer wirst du über einen Zeitraum von 1 Jahr realistisch in die Software bekommen?

Softwareanforderungen der Endnutzer

Wenn du dir sicher bist, dass deine Software von den Nutzern angenommen wird und auch wirtschaftlich betrieben werden kann, können wir gemeinsam die Anforderungen definieren. Um so genauer die Anforderungen an die Software sind, um so sicherer kann die App von unseren Entwicklern geschätzt werden.

In dieser Phase machen wir üblicherweise einen Anforderungsworkshop mit den zukünftigen Nutzern der Software und dem/der Ideengeber/in.

Folgende Punkte werden hier behandelt:

  • Priorisierung der Ziele für die Software in Abstimmung mit allen Stakeholdern
  • Der gesamte Prozess durch die Software
  • Alle Schnittstellen zu bestehenden Systeme definieren

Danach werden erste Wireframes der Software erstellt. Simon hat dazu einen sehr coolen Artikel geschrieben, wie dies aussehen kann und was dann die nächsten Schritte sind: https://deckweiss.at/post/wie-bringe-ich-meine-software-idee-zu-papier

Checkliste für deine erfolgreiche Software

  • Anwendungsfall ist schlüssig und wurde mit Endnutzern hinterfragt
  • Die Software rechnet sich: Business Case vorhanden
  • Anforderungen an die Software wurden definierten und können nun vom Softwareunternehmen geschätzt werden

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