Wie du die perfekte Plattform für deine Software findest

September 15, 2020
Gastbeitrag von
David Jöch

Eine der wichtigsten Entscheidung zu Beginn der Entwicklung einer Software ist auf welchen Geräten sie verwendet werden soll. Die Auswahl von Plattformen wächst ständig, deshalb wird es immer schwieriger die perfekte Entscheidung für sein Projekt zu treffen. Finde heraus, wie du besser entscheiden kannst.

David Jöch

Eine der wichtigsten Entscheidung zu Beginn der Entwicklung einer Software ist auf welchen Geräten sie verwendet werden soll. Die Auswahl von Plattformen wächst ständig, deshalb wird es immer schwieriger die perfekte Entscheidung für sein Projekt zu treffen. Wie Nutzer mit Software interagieren ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Deshalb ist es unmöglich ein Projekt eins-zu-eins gleich auf einer anderen Plattform zu entwickeln.

Die Optimierung einer Software für eine Plattform kann zeitaufwendig sein, stellt jedoch sicher dass  Nutzer dein Produkt effizient bedienen können und Spaß dabei haben.

Zu den derzeit relevantesten Plattformen gehören:

  • Fernseher (Smart TVs)
  • Desktop PCs
  • Notebooks
  • Tablets
  • Smartphones
  • ja sogar Uhren

Wie trifft man jetzt nun die richtige Wahl für sein Projekt?Schauen wir uns dafür zunächst einmal die Unterschiede an:

Fernseher

Beginnen wir mit der Plattform die am meisten Platz für Inhalte zur Verfügung stellt. aber auch oft gerne übersehen wird: den Fernseher oder Smart TV. Das Smart Home etabliert sich immer mehr und eines der ersten Geräte davon ist der Smart-TV oder ein Zusatzgerät wie Apple TV oder Google Chromecast.

Der große Bildschirm eignet sich perfekt um Fotos, Videos oder ähnliche Inhalte darzustellen. Software für den Fernseher wird auch oft gemeinsam verwendet, wie zum Beispiel ein gemütlicher Abend auf der Couch mit der Familie die gerade ihre Urlaubsfotos durchschauen.

Aber auch für Unternehmen gibt es großartige Möglichkeiten den TV als Plattform zu nutzen. Beispielsweise lassen sich Dashboards oder kritische Informationen einfach in einem Raum für viele Mitarbeiter ersichtlich machen.

Zu beachten gilt jedoch, dass die Steuerung auf Fernsehern in der Regel keine komplexen Interaktionen zulassen. Eine Fernbedienung eignet sich nicht um Text auszufüllen, deshalb sollten solche Elemente unbedingt vermieden werden.

Desktop-PC & Notebooks

Kommen wir nun zur bekanntesten Plattform schlechthin: der Computer. Er eignet sich perfekt um komplexe Aufgaben abzuwickeln und vor allem auch um Texte zu verfassen. Mit Tastatur und Maus lässt es sich einfach und effizient arbeiten und der große Bildschirm ermöglicht es alle notwendigen Informationen darzustellen.

Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten deine Software für den Computer zu entwickeln!

Beispielsweise kann deine Software eine Web-Anwendung sein die somit für jeden Nutzer einfach mit einem Webbrowser im Internet erreichbar ist und sofort verwendet werden kann. Es ist keine Installation erforderlich und Updates können sofort für alle Nutzer veröffentlicht werden, da diese die Website bei jedem öffnen neu laden. Das erfordert jedoch eine konstante Internetverbindung! Auch sollten solche Anwendungen optimiert werden um schnell zu laden da vor allem Nutzer mit langsamer Verbindung sonst lange Wartezeiten haben.

Im Gegensatz zur Web-Anwendung gibt es auch Desktop-Software, die man in der Regel herunterladen und installieren muss. Vorteil dabei ist dass eine Desktop Anwendung oft komplett offline funktioniert und von der Leistung des Computers mehr profitieren kann als eine Web-Anwendung. Das Einspielen von Updates ist leider etwas komplizierter, da diese vorher heruntergeladen und installiert werden müssen. Ist der Nutzer nicht mit dem Internet verbunden, dann verwendet er weiterhin die alte Version deiner Software.

Tablets & Smartphones

Durchschnittlich verbringen wir 3,7 Stunden täglich auf unserem Smartphone - Tendenz steigend. Die Geräte haben sich innerhalb kürzester Zeit fest in unserem Alltag etabliert.

Die größte Herausforderung die man bei der Entwicklung von Software für mobile Geräte hat, ist der limitierte Bildschirm. Im Gegensatz zu anderen Plattformen muss man sich speziell bei Smartphones genau überlegen, welche Information für den Nutzer relevant sind und welche nicht. Mit Tablets hat man hier etwas mehr Spielraum, jedoch werden beide Geräte fast ausschließlich mit den Fingern bedient. Deswegen müssen alle Elemente groß genug sein um mit ihnen einfach interagieren zu können.

Auch gilt es zu beachten dass Software für Mobilgeräte noch sehr oft offline verwendet wird. Nicht überall kann man von einer stabilen Internetverbindung ausgehen!

Smartphones und Tablets als Plattform bieten aber auch viele Vorteile wie zum Beispiel Benachrichtigungen um schnell die Aufmerksamkeit des Nutzers zu erhalten. Dies kann für wichtige Prozesse die eine schnelle Abwicklung erfordern sehr hilfreich sein. Auch der offensichtlichste Vorteil sollte nicht vergessen werden, nämlich dass deine Software praktisch überall verwendet werden kann! Die Vertriebsplattformen von Apple (App Store) und Google (Google Play Store) bieten dir auch eine einzigartige Möglichkeit dein Produkt an sehr viele potentielle Nutzer zu bringen.

Wie bei Software für den Computer gibt es auch zwischen mobilen Geräten Unterschiede. Der größte sind die zwei Betriebssysteme: iOS und Android. Die Nutzer dieser Plattformen interagieren oft sehr unterschiedlich mit Apps. Deswegen ist es wichtig jede App für das jeweilige Betriebssystem zu optimieren damit sie effizient verwendet werden können. Hierfür stellen die Entwickler Apple und Google großartige Resourcen zur Verfügung, die Human Interface Guidelines von Apple als auch Material Design von Google.

Die Zukunft

Relativ neu ist die Smart Watch, die quasi eine extremere Variante des Smartphones ist. Der Bildschirm einer Smart Watch ist unglaublich klein und eignet sich daher nur für wenige und vor allem sehr zeit-relevante Informationen. Auch lässt eine Smart Watch nur begrenzt Interaktionen zu, deshalb sollte man für komplexere Aufgaben eher das Smartphone wählen.

Da jedoch ein Blick auf die Uhr genügt um mit deiner Software zu interagieren, eignet sie sich hervorragend für schnelle Statusupdates oder für Informationen die man braucht während man seine Hände gerade nicht frei hat.

Multi-Plattform Software

Oft macht es auch Sinn eine Software auf mehreren Plattformen zu entwickeln und anzubieten. Somit kann man die Schwächen einer Plattform mit den Stärken einer andern ausgleichen! Zu empfehlen ist jedoch, sich zunächst auf eine Plattform zu konzentrieren wenn die Integration zu anderen nicht essentiell ist. Dies spart viel Aufwand und Kosten und ermöglicht es auch die Learnings von einer Plattform auf die nächste mitzunehmen.

Überlege dir in welchem Kontext deine Nutzer deine Software verwenden und wähle dann die Plattformen, die sie am besten bei ihren Aufgaben unterstützen.

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