Warum wir in der Region bleiben

August 30, 2020
Gastbeitrag von
Daniel Aigner

Es war nicht immer ganz klar, wohin es uns zieht. Für die nächsten zwei Jahre sind die Segel gesetzt und wir freuen uns schon auf unser neues Büro in Purgstall ab Ende Oktober.

Daniel Aigner

Ende 2018 stellten wir uns die Frage, wo in Wien wir unser erstes Büro eröffnen könnten. Zum Glück haben wir Günther Sterlike von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH und sein Projekt Quartier A kennengelernt. Sonst wären wir ziemlich sicher nicht mehr im Mostviertel.

Für uns war vor allem die Werkstatt A der perfekte Start für unser Unternehmen. Hier hatten wir das erste Mal eigene Büroräumlichkeiten (nicht mehr in meinem Schlafzimmer, oder Simons Gartenhaus) und ein super Netzwerk aus regionalen Unternehmen. Auch Corona brachte bei uns fast keine Umstellung, da wir zuvor schon oft Home-Office hatten. Dennoch fand bei uns intern ein Umdenken bzgl. Bürostandort statt und wir werden ab Oktober in Purgstall unser neues Büro eröffnen.

Am Bild v.l.n.r.: Patrick Gillinger, Kevin Baumgartner, Daniel Lampl, Dietmar Gindl, Daniel Steinkogler, Daniel Aigner, Valentin Jäch, Bgm. Harald Riemer, Simon HellAm Bild fehlt leider unser frisch gebackener Ingenieur Alexander Betz, er befindet sich im wohlverdienten Urlaub.

Ortsunabhängigkeit als Chance für die ländlichen Regionen

Das größte Glück unserer Branche ist es, von überall aus arbeiten zu können. Solange die dementsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Beim Thema Breitband haben wir gerade in den ländlichen Regionen noch massiven Aufholbedarf. Was auch die Standortwahl eines Büros, aber auch die Wahl einer Wohnung maßgeblich beeinflusst.

Doch dies ist meiner Meinung nach auch eine massive Chance für die Regionen abseits der Autobahn und von Großstädten. Dort wird sich vermutlich kein Industriebetrieb mehr ansiedeln, allerdings ist es Dienstleistern im IT-Bereich relativ egal, wo sich ihr cooles Büro befindet. Wenn es hier verstärkt Initiativen wie die Werkstatt A in Amstetten auch in anderen Regionen geben würde, wäre das für junge Unternehmen ein starker Startvorteil und auch die Region würde von neuen innovativen Unternehmen profitieren. Mit unserem Podcast Community Coffee sind wir immer wieder in Gesprächen mit jungen Selbständigen und unterstützen diese auch sehr gerne.

Am Land kennt man sich

Da ich meine ersten 23 Lebensjahre in Scheibbs verbracht habe und auch politisch aktiv bin, habe ich mittlerweile ein angenehmes Netzwerk in der Region. Das hätten wir uns in Wien erst wieder aufbauen müssen.

Doch nicht nur das aktive Netzwerk eines jeden einzelnen ist bereits vorhanden, auch innovative Initiativen werden untereinander abgestimmt und koordiniert. Beispielsweise der Betacampus in Waidhofen/Ybbs, aber auch das Quartier A in Amstetten sind im engen Austausch mit der Zukunftsakademie Mostviertel, wo wir auch Mitglied sind. Hier versucht nicht jeder seine eigene Suppe zu kochen, sondern gemeinsam sich je nach Standort zu spezialisieren und die sogenannte Future Work aktiv zu gestalten.

Top Mittelstand am Land

Was für uns während der HTL, aber auch während des Studiums nicht wirklich sichtbar war, waren die super Mittelständler in unserer Region. Sie sind Experten in ihren Nischen und benötigen im Regelfall auch unsere Dienstleistungen. Da wir mit Individualsoftware digital überall ansetzen können und unsere Kunden auf ihrem Weg in die digitale Transformation begleiten. Das trifft sich natürlich auch gut.

Natürlich hat Land, aber auch Stadt, seine Vor- und Nachteile. Wohin es uns in Zukunft verschlägt wissen wir noch nicht. Die nächsten zwei Jahre sind wir einmal in Purgstall  anzutreffen :)

PS: Gerne am Faschingsdienstag vorbeischauen, es gibt Leberkäse (und sicherlich auch etwas Vegetarisches) 🥳

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