Smart Assembly Center

Case Study

Eine neue Generation der Schaltschrankfertigung

Automatisierung beim Schaltschrankbau ist bereits sehr fortgeschritten. Anhand von Konstruktionsplänen werden Drähte automatisiert zugeschnitten und vorbereitet, Bohrungen und Gewinde werden automatisiert an Schranktüren, Seitenwänden und Montageplatten erstellt und vieles mehr. Die Fertigung im Steuerungs- und Schaltanlagenbau ist jedoch auch heute noch von sehr viel Handarbeit geprägt und weist im Vergleich zu den anderen Arbeitsschritten noch wenig Automatisierung auf.

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Kunde
CAE Expert Group
Services
3D
Web
PWA
Interactive
Jahr
2019

Eine neue Generation der Schaltschrankfertigung

Das Projekt

Zielsetzung

Die meisten Fertigungsunterlagen sind momentan in Papierform für den Monteur bereitgestellt. Dabei können einzelne Seiten verloren gehen oder verschmutzt werden. Änderungen oder Kommentare werden analog in der Arbeitsmappe notiert und müssen anschließend erst recht wieder digitalisiert werden um nicht unter zu gehen. Es ist keine zentrale Fortschrittsanzeige möglich: wird ein Schrank von einem anderen Monteur übernommen, ist der Status möglicherweise völlig unklar. Das Smart Assembly Center (SAC) soll in Zukunft eine herkömmliche Auftragsmappe in Papier vollständig ersetzen und die Defizite der analogen Arbeitsweise beheben.

Lösung

Den Monteuren müssen exakt die Daten in geeigneter Form zur Verfügung gestellt werden, die sie für den jeweiligen Arbeitsschritt benötigen. Es dürfen keinesfalls High-End-Geräte für den Einsatz der Software erforderlich sein, die Performance ist grundsätzlich über den Detaillierungsgrad der Anzeigen zu stellen. Die Software muss Nutzen in Form von Zeiteinsparung und Qualitätssteigerung liefern. Geschätzt wurde ein Ausmaß von bis zu 30%.

Ergebnis

Unternehmen können das Smart Assembly Center nutzen um ihren Mitarbeitern die Arbeit zu erleichtern. Statt den analogen Projektmappen gibt es pro Projekt und pro Schrank eine visuelle Unterstützung und Fortschrittsmessung im Web, optimiert für Geräte mit Touchscreens und somit von jedem Monteur auf jedem Gerät mit Browser bedienbar. Für den Aufbau existiert ein 3D Modell des Schranks, das interaktiv mit der Stückliste zusammenhängt, über die Details zu Artikeln, Klemmen usw. bezogen werden können. Bauteile können also sowohl in der Liste als auch im 3D Modell selektiert werden um Informationen zu beziehen. Für die Verdrahtung existiert ähnliches. Hier wird der Verlegeweg mit allen notwendigen Infos der Verdrahtung angezeigt, dank des 3D Modells wieder selbst für Laien verständlich.

Performance

Bei der Umsetzung wurde darauf geachtet, das 3D-Modell so performant wie möglich darzustellen und dieses so gut es geht zu komprimieren, ohne große Verluste der Qualität in Kauf zu nehmen. Dadurch ermöglichen wir, auch auf gewöhnlichen Tablets, eine angenehme Bedienung der Applikation, wodurch man nicht gezwungen wird, High-End Geräte zu kaufen. Außerdem läuft die Software im Browser - keine zusätzlichen Installationen notwendig und somit auch unabhängig vom Betriebssystem.

Fokus auf Bedienbarkeit

Eine weitere Schwierigkeit stellte die Platzierung der Inhalte dar. Informationen aus unzähligen Seiten eines PDFs müssen auf einen mittelgroßen Screen eines Tablets. Dieses Problem haben wir gelöst, indem wir mit Buttons die Interaktion des 3D-Modells unterstützen, den Monteur intelligent und automatisiert durch den Aufbau leiten und stets nur jene Inhalte am Screen anzeigen, die für den Monteur relevant sind - beziehungsweise überlassen wir es dem Monteur durch Filter, Sortierung und individuelle Anpassungen selbst, was er sehen will.
Ing. Andreas Gundacker, uPM
Ing. Andreas Gundacker, uPM
CAE Expert Group

Wrap-Up

Das Projekt hat uns den perfekten Rahmen geboten, um auf die Bedürfnisse des Nutzers eingehen zu können und uns mithilfe von Design Thinking Prozessen und gemeinsam mit dem Know-How und den Experten der Partner CAE und RHG eine smarte Applikation zu schaffen, die sich selbst gegen Produkte des Marktführers behaupten kann. Ein weiteres Paradebeispiel, was Teamwork möglich macht und warum der Nutzer und seine Bedürfnisse im Vordergrund stehen sollten.
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Eine neue Generation der Schaltschrankfertigung